Mich wundert es zum Ende des Jahres!

Mich wundert wie im letzten Jahr bei Ukrainekrieg und Inflation die wesentlichsten Probleme der Menschheit wie Abnahme der Biodiversität und Klimakatastrophe einfach weggedrängt worden sind und die Tatsache, dass Greta es aufgegeben hat zu schreien, als ein Beweis für ihr versagen und falsch liegen gewertet wird.
Die Aktionen von “Ende Gelände”, die doch einige Erfolge haben und der “letzten Generation” nur noch lästig sind, als wäre die Angst nicht berechtigt. 

Die Studie des “Club of Rome” von den “Grenzen des Wachstums” war nicht falsch, weil einige ökonomische Vorhersagen nicht eingetroffen sind. In Bezug auf die Erderwärmung liegen die Wissenschaftler genau richtig, bis auf ein Zehntel Grad sind ihre Vorhersagen eingetroffen.
Das war vor über fünfzig Jahren.
Und nach 30 Jahren gemittelten Wetter kann man von Klima sprechen. Jetzt kann man vergleichen.
In den letzten 50 Jahren wurden 68% der Wirbeltierbestände ausgelöscht, mehr als ein drittel der Vögel und 75% der fliegenden Insekten, allein in Europa.

Übrigens: Die Grenzen des Wachstums zu erreichen, würde , das Ende des Kapitalismus heißen. Doch da kommt wieder dieser vielzitierte Satz:   “Viele Menschen könnten sich eher ein Ende der Welt als ein Ende des Kapitalismus vorstellen.”

Ansonsten:
Nur ungefähr das obere Fünftel der Gesellschaft hier im globalen Norden müsste sich einschränken. Vor allem weniger Energie verbrauchen. 

Wir haben in Deutschland einen Primärenergieverbrauch von 120 kWh pro Tag, pro Person. Das ist die Energiemenge aller Energieträger, um unseren Laden namens Deutschland am Laufen zu halten, rechnet Harald Lesch vor.
Allerdings ist Strom nur ein Drittel des Primärenergieverbrauchs. Den Rest verbrauchen wir direkt. Z. B. Als Bewegungsenergie. Wenn wir die Summe aller Energieträger zusammenrechnen kommen wir auf den Primärenergieverbrauch. Davon kommen ca. 80% aus fossilen Brennstoffen.
Alle diese Energie müssen wir in Nutzenergie umwandeln.

Bei jeder Energieumwandlung haben wir Verluste. Beim Antrieb in einen Verbrenner-Auto gehen ungefähr 70% des Primärenergieverbrauchs als Wärme verloren und nur 30% als Antrieb auf die Straße.

Abgesehen davon haben wir einen Endenergieverbrauch von 85 kWh. Das ist zu viel, das werden wir nie mit regenerierbaren Energieträgern schaffen.
Doch das bedeutet wiederum Verzicht.

Doch das wird kein Politiker sagen.
Macht nichts. Die Veränderung kommt von unten. Staatliche Lenkung greift erst später.
Die Veränderung hat schon begonnen.

Vorbild könnte, nach Ulrike Herrmann, die britische Kriegswirtschaft ab 1939 sein.

Nur da wäre das stark lenkende Eingreifen des Staates notwendig. Doch sie legt auch dar, dass Veränderungen immer von unten kommen, doch soweit will ich nicht greifen. Selber lesen macht schlau.

Wie gesagt: “Utopien sind gefragt”.

Quelle:

Christian Holler, Joachim Gaukel, Florian Lesch, Harald Lesch
Erneuerbare Energien zum Verstehen und Mitreden

Ulrike Herrmann
Das Ende des Kapitalismus

2 Antworten auf „Mich wundert es zum Ende des Jahres!“

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