Verkannte Probleme

Ich habe mich gestern wieder gewundert, dass viele Menschen nur ihre eigenen Probleme sehen und nicht über ihren Tellerrand hinaus blicken können um das Große und Ganze für ihre Zwecke einzuspannen.

Genau genommen geht es um Radfahrer, die sich über eine fehlende geeignete Rampe ärgern und nur die Probleme von Fahrradfahrern sehen. (nach einem Zeitungsartikel)
Und damit ausblenden dass viele andere Menschen, Menschen mit Kinderwagen, Menschen mit Rollatoren, Menschen mit Gehschwierigkeiten, Rollstuhlfahrern und Menschen mit Elektro-Scootern mit diesem Weg auch ihre eigenen Probleme haben.
Letzteren zwei Gruppen ist es ganz unmöglich ihn zu benutzen.
Also das das Problem eigentlich fehlende Barrierefreiheit heißt und nur über den Umweg über ein angrenzendes Autohaus gelöst wird.

Und dass sich sich ein Sachbearbeiter offenbar keine Gedanken gemacht hat wie das Problem zu lösen wäre, sondern gleich “geht nicht, kein Geld” gesagt hat. Einer der fragenden Personen ist (wie geschildert wird) auch Stadtrat ist und hat das Problem in einer Stadtratssitzung angesprochen .
Spätestens hier hätte man doch merken müssen, dass das Problem fehlende Barrierefreiheit heißt und auch Menschen mit Behinderungen betrifft und man ja im Haus jemanden hat mit diesem Fachgebiet und die vielleicht Rat wüsste. Aber sofort gesagt wird: “Dafür ist kein Geld da”. Dabei muss man unter Umständen nicht einmal eigenes Geld in die Hand nehmen.
Es gibt da auch noch einen Vogtlandkreis, ein Land Sachsen und auch einen Bund. Man ist nicht allein.
Und vielleicht weiß dort jemand Rat um vielleicht einen Fördertopf zu finden. Und zumindest beim Land kann man fündig werden.
Wenn man das Problem benennt was es ist: Fehlende Barrierefreiheit.

Sollte dann nach genauer Kostenkalkulation immer noch etwas fehlen, hilft es vielleicht die Kosten auf mehrere Töpfe zu verteilen.

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