Alles andere als einsam

In unserer kleinen abgeschirmten Welt, auf höchstens fünf Etagen, als Gast des ASPIDA Pflegecampus Plauen,, scheint die böse Welt weit weg.
Man verlässt das Haus nur zu einem Arztbesuch oder um kurz spazieren zu gehen oder um etwas einzukaufen.
Viele, um nicht zu sagen, die meisten sind geimpft und alle paar Tage werden wir getestet.
Es existiert ein sehr gutes Hygienekonzept über das man sich auf der Internetseite des ASPIDA Pflegecampus informieren kann.

Umso mehr ging es mir gestern nahe, bei einem Onlinetreff mit der Hannelore Kohl Stiftung von Betroffenen, also Menschen mit Behinderung zu hören, die alleine in einer Wohnung sind und sich nicht Angst haben wegen der Pandemie raus zu gehen.
Da fiel mir eine Schlagzeile ein, die ich bei Manfred Spitzner gelesen habe: “Einsamkeit ist eine Krankheit – noch dazu ansteckend und sogar tödlich”.

Doch es gibt auch die andere Seite, bei der Menschen aktiv geworden sind. Ohne selbst aktiv werden geht es nicht.
Leider sind die Möglichkeiten dazu zur Zeit ziemlich begrenzt.
Selbsthilfegruppen und Bürgervereine sind selbst inaktiv, denn mehrere Menschen, das geht nicht.
Also bleibt nur Internet und Telefon.
Nur, muss man da schon Menschen kennen.
Jemanden über das Internet kennenzulernen funktioniert äußerst selten.

Wie gesagt, wenn ich alleine sein will mache ich die Türe zu und wenn ich andere treffen will gehe ich aus der Türe raus und ich bin geimpft. Das scheint Luxus zu sein.

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