Glaube, Götter und Erkenntnisfähigkeit

Letztens hat einer gesagt: “Er ist vom Glauben abgefallen”. Ich habe mich mal gefragt  was das wohl heißt?

Ich bin nicht dahinter gekommen.


Muss man an etwas glauben?
Außer vielleicht, dass zwei Kilo Rindfleisch eine gute Brühe abgeben  (wie mein Vater sagen würde)?

Ich muss an eine Begebenheit während meiner ersten Reha denken. Das war zu der Zeit, als es mir ziemlich schlecht ging.
Da kam ein Pfleger mit einer Bibel daher. 
Ich weiß nicht mehr, was er damit wollte. Vielleicht wollte er damit  trösten. 
Doch mit den Texten in der Bibel muss man sich erst einmal  beschäftigen, um dahinter einen Sinn zu vermuten. Da braucht man Zeit und Ruhe.
Und da hatte ich andere Probleme.

Ich frage mich warum Menschen, unabhängig von Religionen, Glaube immer mit etwas Jenseitigem verbinden. (Kommt daher der Glaube?)
Wissen kann man ja vom “Jenseits” nichts. Es ist ja noch keiner zurückgekehrt. 

(Das wird nochmal auftauchen:)
Grundlegend dafür ist , dass Erkenntnisfähigkeit und Erkenntnisinteresse uns Menschen Kennzeichnen.(Evolutionspsychologe Jesse Bering)

Irgendwie schließt die Welt des Glaubens die Welt des  Wissens aus.

Wir wissen immer mehr. Was den Hintergrund in der Forschung hat und im gleichen Zug wird der Glaube scheinbar zurückgedrängt.

Forschung ist empirisch, dass heißt die Ergebnisse resultieren aus Erfahrungen welche mittels Experimenten und Berechnungen gemacht werden.
Doch ich denke eher, dass Wissenschaft und Glaube zwei grundverschiedene Dinge sind, die überhaupt nichts miteinander zu tun haben. 

In der Wissenschaft gibt es nur richtig oder falsch.
Richtig ist aber keinesfalls absolut.
Denn meistens wird erst eine Theorie aufgestellt und die wird durch ein Experiment oder ein Modell bestätigt oder als falsch verworfen. 
Und wenn sie richtig ist,  gilt dann solange als richtig bis sie widerlegt wird. 

Auch das Modell kann man berechnen.
Weil man anscheinend alles Berechnen kann glauben einige anscheinend das kann man wirklich. 

Doch da will ich “Richard David Precht” zitieren: Die berechenbare Seite der Welt ist  nicht die Welt. Sondern nur die berechenbare Seite der Welt. 
Wer einmal versucht hat Emotionen zu berechnen weiß das.
Und der Glauben scheint eine sehr emotionale Sache zu sein. 

Das Gegenstück von empirischer Wissenssuche ist das aufstellen von Dogmen.
Was sind eigentlich Dogmen? (Englische männliche Hunde?) 
Erst einmal nur grundlegende Aussagen. Hier sind es Aussagen in Bezug religiöser Grundwahrheiten.

Dinge die meist in heiligen Büchern von Göttern  verkündet niedergeschrieben sind.
Und an denen nicht gezweifelt werden darf, denn sie gelten als wahr.

Woher kommen dann Götter? 

Auf der einen Seite hat das mit Versuchen zu tun sich Erscheinungen in der Natur zu Erklären.
Und jemand muss ja alles gemacht haben.
Auf einer anderen Seite habe ich hier auch eine Dokumentation gesehen,  in der aufgezeigt ist, dass überall in der Geschichte der Menschheit Drogen ihre Hand im Spiel hatten, deren Wirkungen wiederum Erklärungsversuche auslösen.


Grundlegend dafür ist , dass Erkenntnisfähigkeit und Erkenntnisinteresse uns Menschen Kennzeichnen.

(Evolutionspsychologe Jesse Bering)

Also schloss man, dass jemand am Werk war der in jedem Fall mehr Macht hat als man selbst. Über das Schicksal, das Wetter usw.

Und darauf muss man reagieren. Also in dem Fall Opfer bringen. 
Das geht von Geld über Tiere bis zu Menschenopfern.

Zweifelhaft wenn man nichts weiß, denke ich.
Doch ich bin mit all dem Wissen nach der  Aufklärung aufgewachsen.

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