Plauen – ZERSTÖRT UND WIEDERAUFGEBAUT

Ein Teil der Selbsthilfegruppe Schlaganfall Plauen hat sich heute im Malzhaus die Ausstellung “Plauen – ZERSTÖRT UND WIEDERAUFGEBAUT” mit Bildern und Filmen, welche Lars Buchmann gesammelt hat, angesehen.
Interessant und Berührend, wenn man die meisten der da zu sehenden Stätten seit Ende der sechziger Jahre selbst kennt und auch gesehen hat wie sie sich seitdem veränderten.

Sie zeigt wie Plauen nach dem Krieg ausgesehen hat, nachdem es vierzehnmal von Bombern angegriffen worden war und wie jetzt, indem sie Bilder von damals und jetzt gegenübergestellt. Immer vom gleichen Ort.

Die Aufnahmen wurden von der NSDAP gemacht um sie nach dem Endsieg bei den Alliierten als Rechnung zu präsentieren.
Abgerundet wird sie durch Filmaufnahmen, wobei auch eine ist, bei der eine Stimme einen privaten Brief aus dieser Zeit vorliest.

Gänsehaut und Bedauern.

Irgendwie wird einem nach einer gewissen  Zeit auch klar, dass man seit Jahrhunderten, wahrscheinlich der ersten Generation angehört die selbst keinen Krieg erlebt hat.

Eigentlich finde ich mich in einem Zwiespalt wieder.  Einesteils sieht man wie schön Plauen gewesen war.

Andererseits sind freie Flächen geschaffen worden. Nur mussten das 75% sein?
Selbst hätten wir auch etwas weggerissen. Und die ganzen Toten waren auch nicht nötig gewesen.

Doch wer hat einen Krieg angefangen? 

Wie heißt es im neuen Testament? “Wer das Schwert erhebt, wird durch das Schwert umkommen!”
Und ein Umkommen ist es ja am Ende nicht gewesen. 

Nur ein sehr umständlicher Neuaufbau.
Und wenn ich vielleicht ketzerisch bin: Die Großstadt ham wir verspielt. Es ist auch so ganz schön. Erhalten wir das. Und lassen uns nicht durch einige Rattenfänger verleiten es selbst wieder  kaputt zu machen.

Und da schaltet sich die Stimme im Kopf  ein und fragt wie es vorher ausgesehen hat?  Das kann man auf der Facebook Seite von Lars Buchmann sehen. www.facebook.com/plauensuechtig/

Irgendwie wird einem nach einer gewissen  Zeit auch klar, dass man wahrscheinlich der ersten Generation angehört die selbst keinen Krieg erlebt hat.

Diese Ausstellung sollte ständig auf den Neuesten Stand gebracht werden und in den Geschichtsunterricht von plauener Schulen einfließen. Zusammen mit dem Projekt Meyerhof und Ähnlichem. 

Erstmal läuft sie noch bis  zum 2. August 2020 im Malzhaus.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .